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Aktuelle Veranstaltung

Korean interdisciplinary arts festival „non-sense Music #2; Borders“

11.05.2018 – 20.05.2018

Am 11. Mai 2018 öffnet das Kunstquartier Bethanien sein Türen für „Non-Sense Music #2; Borders“, ein 10-tägiges, interdisziplinäres Kulturfestival und Projekt des Koreanischen Kulturzentrums Berlin mit Unterstützung des Korean Arts Management service (KAMS).

Es ist das zweite der Festivalserie „Non-Sense Music“ von der aus Seoul stammenden Kuratorin Joanne Kim und beschäftigt sich mit dem Thema „Borders“ (Grenzen) und dem unmittelbaren Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea.

Mit Hilfe unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen wie Malerei, Fine Art, Film, zeitgenössischem Tanz, Literatur und Musik erforschen sechs koreanische Künstlerinnen und Künstler die sogenannte „Politk des Raumes“, um Einblicke in die Kultur Nord- und Südkoreas zu geben und ihr Verständnis von Grenzen und geographischer Spaltung zu vermitteln.

Die Gast-Kuratorin der Kulturabteilung der Botscahft Korea, Joanne Kim, berichtet: „Non-Sense Music #2; Borders“ beschäftigt sich mit dem Verständnis und der Aufklärung, wie Landesgrenzen in ihrer Form und ihrem politischen Umfeld Menschen und die Kultur eines Landes über Generationen hinweg beeinflussen und deren Lebensalltag formen können.
Die Vielfältigkeit der sechs austellenden Künstlerinnen und Künstler ist faszinierend, und wir freuen uns, deren Werke an einem so passenden Ort wie Berlin präsentieren zu können. Die Stadt, geprägt von ihrer eigenen Geschichte, hat einen wahren Appetit für Kunst, die Normen hinterfragt, Strukturen aufbricht und Denkanstöße setzt. Genau das möchten wir mit „Non-Sense Music #2; Borders“ tun.“

Neben eindrucksvollen Gemälden und Familienportraits von Helena Parada Kim, gegossenen Felsformationen von Soyoung Chung, die vulkanischem Gestein gleichen, und einem Virtual Reality Film von Hayoun Kwon, dürfen sich Besucherinnen und Besucher außerdem auf eine Tanzperformance des modernen Tanzensembles Nahoon Park freuen (18. Mai 2018).

Das Festival eröffnet am Freitag, 11. Mai 2018, um 18 Uhr mit einer Gedichtlesung des Künstlers Ryu Biho, einer Lesung und Dokumentarfilmvorschau von Hwang Kim sowie einem Live Konzert mit Soyoung Chung in Kollaboration mit dem in Berlin lebenden Komposnisten Stellan Veloce. Anmeldung wird unter nonsensemusic@kulturkorea.org gebeten.

Die freie Kuratorin Joanne Kim interessiert sich vor allem für die formalen Qualitäten und Beziehungen zwischen Bild, Sound und Technologie. Als Programmdirektorin leitete sie bereits die Eröffnung von „ASIA NOW – Paris Asian Art Fair“ 2015 udn kuratierte außergewöhnliche Projekte wie „KOREAN PLATFORM“, die in Kollaboration mit dem Korean Arts Management Service (KAMS) und der Busan Biennale angesagte koreanische Künstler im Rahmen von Ausstellungen, Performances und im Dialog vorstellte.

„Non-Sense Music #2; Borders“ findet in Partnerschaft mit der unabhängigen zeitgenössischen Initiative für Kunst und Kultur, Soma Art Space Berlin (SOMA), statt.

Foto: https://drive.google.com/open?id=11HDnlHUkk-ZZWAan1ftoA0pJwDQtzvj2

Für mehr Informationen:
Lina Lustig, WildKat PR / lina@wildcatpr.com / DE: +49 (0) 30 21 50 2932

https://www.youtube.com/watch?v=FLoY4C1npO8

Zu den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern gehören:

Nahoon Park (Choreographie und Performance)
Die NAHOON PARK Dance Company ist eines der führenden modernen Tanzensembles in Seoul. Die Inspiration für „Three airs“ ist der traditionelle koreanische Lotusblütentanz und enthält Elemente der Installationskunst, des Tanzes und der Interaktion mit dem Publikum.
http://www.parknahoon.com

Soyoung Chung (Installation, Video und Performance)
Soyoung Chung ist eine Künstlerin, die sich u.a. mit geologischen Studien befasst. Chungs sehspezifische Installationen „From the northernmost to the southernmost“ und „Twilight zone“ analysieren die Ähnlichkeiten und Unterschiede im Basalt, aus welchem sich der Boden der nördlichsten Spitze von Südkorea, Cheolwon, und der südlichsten Spitze von Südkorea, Jeju Island einschließlich der Nachbarinseln, zusammensetzt. In ihrem Video „Stone“ untersucht Chung politische Aspekte und die Geschichte lokaler Materialien ni der Demilitarisierten Zone (DMZ) Koreas.
http://www.soyoungchung.com

Hayoun Kwon (Virtual Reality Film)
Hayoun Kwon interessiert sich als Virtual-Reality-Videokünstlerin für die Konzepte des individuellen und kollektiven Gedächtnisses. Ein Großteil von Hayoun Kwons innovativen filmischen Arbeiten ist dokumentarisch und politisch, basiert auf persönlichen Geschichten und greift geopolitishe Fragen über Grenzen und Territorialität auf. Ihr Virtual-Reality-Film „DMZ, 489 Years“ ermöglicht dem Betrachter Zugang zur Demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea und lässt ihn dadurch in das persönliche Gedächtnis eines Soldaten eintauchen. Ihre Arbeiten wurden bereits auf namhaften Veranstaltungen wie dem „Cinéma du Réel“ Festival im Centre Pompidou in Paris (2014) und bei „Doc Fortnight“ im MoMa in New York vorgestellt (2017).

Ryu Biho (Installation und Performance)
Ryu Biho erforscht menschliche Emotionen wie Trauer, Leid, Verzweiflung und Empathie, welche aus persönlichen und politischen Konflikten oder ideologischen Konfrontationen hervorgehen. Ryu zeigt ein filmisches Poem mit dem Titel „A Prophet’s Words“. Der Ausgangspunkt für dieses Stück war das tragische Bild eines kleinen Jungen aus Syrien, der auf der Flucht über das Meer ertrank und tot an einem Ferienstrand im Süden der Türkei aufgefunden wurde.
http://www.eyubiho.com

Helena Parada Kim (Malerei)
Die Suche nach Zugehörigkeit und Stabilität der eigenen kulturellen Identität ist ein grundlegendes Thema in den künstlerischen Arbeiten von Helena Parada Kim. Das multikulturell geprägte Leben der Künstlerin – sie ist halb Koreanerin und halb Spanierin und in Deutschland aufgewachsen – treibt ihre künstlerischen Schaffensprozesse auf vielfältige Weise an. Sie arbeitet u.a. mit Fotografien der Familie ihrer Mutter und zieht diese als Inspiration für ihre Malerei heran.
http://www.helenaparada.de

Kim Hwang (Installation und Film)
Der Künstler Hwang Kim präsentiert sein Projekt „Pizzas for the People“. Dieser Film, der stilistisch zwischen Seifenoper und selbstgebasteltem Dokumentarfilm angelegt ist, zeigt, wie man eine Pizza herstellt, und behandelt dadurch den Diskurs um Nordkorea, das eines der politisch und kulturell isoliertesten Länder der Welt ist, und jeglichen ausländischen Einfluss systematisch ablehnt. Paradoxerweise wurde mit der Unterstützung des pizzaverliebten Führers Kim Jong-il 2010 die erste Pizeeria in Pjöngjang eröffnet, die einer Minderheit der politischen Eliten eine authentische italienische Erfahrung bietet. Um der Zensur zu entgehen und dennoch ein nordkoreanisches Publikum erreichen zu können, wurden 500 DVDs von Hwang Kims Film nach Nordkorea geschmuggelt.
http://www.hwangkim.com/

 

Programmhinweise:
11. Mai 2018, 18 Uhr – Eröffnung und Performance von Soyoung Chung, Biho Ryo, Hwang Kim

13. Mai 2018, 15 Uhr – Künster*innengespräche mit Helena Parada Kim und Jinhee Choi (Direktor, CHOI & LAGER Galerie)

15. Mai und 16. Mai 2018, 10 Uhr – Tanzworkshop für Kinder (Lehrer: Choreograph Lee Bo)

18. Mai 2018, 18 Uhr – Nahoon Tanz Performance „Three airs“

19. Mai 2018, 18 Uhr – VR Kunstszenengespräch von Joanne Kim mit der Vorstellung von „489 Years“ von Hayoun Kwon

 

Öffnungszeiten / Ausstellungsdauer: 11. – 20. Mai 2018, 12:00 bis 18:00 Uhr

(Montag, 14. Mai, ist Ruhetag, Sonntag, 20. Mai, nur von 12:00 bis 15:00 Uhr geöffnet)

Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung unter nonsensemusic@kulturkorea.org gebeten.