EXPERIENCE OF DELIGHT
Vernissage: Freitag 17.04. 18 Uhr
Ausstellung: 18.04.- 19.04.
Öffnungszeiten:
Samstag und Sontag von 10:00 – 18:00 Uhr https://martimbrion.com/experience-of-delight/embed/#?secret=IrO531sFpN#?secret=s4kyYMdjpP

BERLIN, MÜNCHEN, LISSABON — Der Kurator Martim Brion gibt die Ausstellungsserie Experience of Delight bekannt, die im April 2026 startet. Mit über 25 internationalen Künstlern initiiert das Projekt einen präzisen visuellen Dialog zwischen figurativer und abstrakter Kunst und hinterfragt dabei zeitgenössische Klischees sowie die „Ready-made“-Mentalität moderner Konzepte.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die Behauptung des amerikanischen Malers Robert Ryman, dass Kunst eine „Erfahrung der Freude“ (experience of delight) bieten sollte – nicht als oberflächlicher Genuss, sondern als tiefes Gefühl der Erfüllung, das aus aktiver Beobachtung und kritischer Auseinandersetzung entsteht.
„Diese Serie entspringt dem Bedürfnis nach einem neugierigen und suchenden Leben“, so Kurator Martim Brion. „In einer Ära, die oft von Tropen der Vergangenheit dominiert wird, fordert Experience of Delight offene Fragestellungen und eine Rückkehr zur Kraft des Objekts und der Unmittelbarkeit des Sehens“.
Die Tournee 2026 macht an drei renommierten europäischen Standorten Station:
- Berlin: Kunstquartier Bethanien – Eröffnung am 17. April 2026
- München: Halle 50 – Eröffnung am 1. Oktober 2026
- Lissabon: Duplex AIR – Eröffnung am 20. November 2026
Das Projekt wird durch neue Texte namhafter Kuratoren begleitet, darunter Dr. Mathias List (Museum für Konkrete Kunst), Rick Vercauteren (ehemaliger Direktor des Museums Venlo) und Martina Slavova.
Über den Kurator: Martim Brion (* 1986) ist bildender Künstler und Kurator, dessen Arbeit häufig die Schnittstelle zwischen formaler Abstraktion und philosophischer Untersuchung thematisiert. Er lebt und arbeitet in Portugal und Deutschland. Seine Praxis basiert auf der Überzeugung, dass Kunst ein Raum für den aktiven, kritischen Dialog bleiben muss.
Teilnehmende Künstler: Alexandre Baptista (PT), Eike Berg (DE), Pedro Boese (PT/DE), Anna-Maria Bogner (A), Lars Breuer (DE), Martim Brion (PT/DE), Alexander Deubl (DE), Georgi Dimitrov (BG), Thorben Eggers (DE), Marco Fedele di Catrano (IT), Katinka Hajas (HU), Dieter Hammer (DE), Julius Heinemann (DE), Tomáz Hipólito (PT), Birgit Hölmer (DE), Marile Holzner (DE), Daniel Hörner (DE), Heeyoung Rosa Jo (KOR), Andreas Keil (DE), Sebastian Lechner (DE), Philipp Messner (IT/DE), Andreas Nestl (DE), Susana Rocha (PT), Christian Rothmaler (DE), Peter Ruehle (DE), Fiene Scharp (DE) und Marco Stanke (DE).
ALLES, IMMER
– eine Gruppenausstellung von Lehrenden der Fotoabteilung des Lette Verein
Berlin – versammelt Fotografie- und Videopositionen, in denen Veränderung nicht als Ausnahme
erscheint, sondern als Grundzustand – als kontinuierlicher Prozess von Transformation,
Verschiebung und Neuverhandlung.
Die Arbeiten thematisieren Wandel und die Auswirkungen der gegenwärtigen Schnelllebigkeit auf
unterschiedliche Szenarien: in der Natur, urbanen Räumen, dem Selbst, in der Vorstellung von
Heimat sowie im Spannungsfeld zwischen Mensch und Technologie. Auch historische Prozesse
werden nicht als abgeschlossen betrachtet, sondern als etwas, das nachwirkt, sich überlagert und
in der Gegenwart neu lesbar wird.
Neben diesen strukturellen Veränderungen rücken zwischenmenschliche Beziehungen in den
Fokus. Intimität, Nähe und Distanz werden ebenso verhandelt wie auch Fragen der
Selbstinszenierung und des Sich-Zeigens im privaten und öffentlichen Raum. Dabei entstehen
Momente, in denen Verletzlichkeit, Beobachtung und Projektion ineinandergreifen.
Als verbindendes Element wirkt Resonanz: das Nachhallen von Bildern, Bewegungen und
Begegnungen. Die Ausstellung versteht sich als offener Raum, in dem individuelle Erfahrung auf
kollektive Prozesse trifft und Wandel nicht nur sichtbar, sondern spürbar wird. Alles, immer in
Bewegung, im Abgleich, in (Dis)balance.
Mit Arbeiten von: Ana Baumgart & Ina Schoof, Kristian Barthen, Michael Biedowicz, André Giogoli, Valentin Harnisch, Idris, Kolodziej, Russel Liebman, Andreas Meichsner, Claudia Rorarius, Annika Schönfeldt, Christina Stivali, Sabine Schründer, Frank Schumacher und Paula Winkler
Ausstellungszeitraum 24.04. – 26.04.2025
Eröffnung: 24.04.2025 // 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa+So 14 – 20 Uhr
Samstag, 25.04.2026 // 18:30 Sabine Schürender: Sound-Performance (20min)

Decade X Dialogue

Duration:
April 30 — May 3, 2026 Opening & Performances: April 29, 7pm
Performance #1
Stefanie Loveday & Betty Böhm “Riding (in)audible currents“ 7:30pm
Performance #2
Olga Hohmann 8:30pm
Duration of the Exhibition:
April 30 – May 3, 2026
Daily Opening Hours:
1 – 7pm
–
In 2026, the independent artists’ collective pilote marks its tenth anniversary with the group exhibition Decade x Dialogue. Bringing together current and former members alongside invited artistic positions, the exhibition initiates a polyphonic exchange that reveals the collective’s evolving working relationships visible while opening them to new perspectives.
Conceived as both a process-oriented survey and a discursive platform, Decade x Dialogue reflects on collective practice between shared history and future artistic inquiries. The exhibition addresses key questions at the intersection of humans and nature, examining the increasingly ambiguous entanglements in a technologically shaped present. It questions presumed hierarchies, illuminates co-existence and hybridization, and positions humans as part of larger processes.
Particular attention is given to processes of temporality and sedimentation, understood as the continuous inscription of experiences, images, and material as well as the immaterial traces of individual and collective spaces of memory. The participating artistic positions, research and reflect on traces both as relics of past actions and as active agents in the production of future meaning.
Another focus lies on artistic engagements with archives—as epistemic structures, poetic repositories, and critical infrastructures of visual culture. Here, archives are not conceived as static sites of preservation but as dynamic systems of reorganization, overwriting, and the renegotiation of history. In this context, spaces are examined in both their physical and virtual dimensions: as hybrid fields of experience between analog and digital spheres in which perception, memory, and presence are newly configured. Images are no longer understood as discrete objects but as processual entities moving through continuous transformations, distributions, and recontextualizations. Decade x Dialogue thus positions itself as a reflective space in which artistic practices engage with the material, technical, and discursive conditions of their own present.
Founded in 2016, pilote is a collective of internationally active artists connected through Berlin, who collaboratively develop site-responsive exhibition formats. Initially conceived as an artist-run gallery, it later evolved into a mobile curatorial exhibition project operating across changing locations. At the core of pilote’s practice is a collective approach described as a polyphonic co-existence: participating artists maintain their individual positions while working together thematically and curatorially on joint projects, often in collaboration with guest curators and additional contributors.
Rather than functioning as a traditional gallery, the collective understands itself as a flexible structure for production and presentation that experiments with exhibition formats and different media. It connects photography, video, installation, sculpture, drawing, and performance alike.
Text: Kathrin Ganser / Cassandra Mehlhorn, 2026
Curatorial Guidance: Cassandra Mehlhorn.
ON HER WAY
30 Jahre Frauenmuseum Berlin
8. – 16. Mai 2026
1995 als Förderverein Frauenmuseum Berlin gegründet, ist der Verein seit ca. 2005 ohne festen Ort mit wechselnden Kooperationen im Bereich der Bildenden Kunst aktiv. Die Ausstellung bietet nun die seltene Gelegenheit, alle an diesem fluiden Museum beteiligten Künstlerinnen mit aktuellen Arbeiten zu erleben. Im Sinne des Netzwerkgedankens gibt die Ausstellung sowohl dem Individuellen der einzelnen Positionen Raum, als auch dem Gemeinsamen dieser über Jahre gewachsenen Künstlerinnen Gruppe.
Der Titel ON HER WAY ist einem Zitat der indischen Autorin und Menschenrechtsaktivistin Arundhati Roy entnommen, die schrieb „Another world is not only possible, she is on her way, on a quiet day I can hear her breathing.“ Die Welt der Zukunft kann nach Roy weiblich visualisiert werden – und kann sich den erschreckenden globalen Entwicklungen der Gegenwart als ein ermutigendes Bild und als Bekenntnis zur Zuversicht entgegenstellen. ON HER WAY betont außerdem sowohl die individuelle Entwicklung der einzelnen Künstlerin als auch das Transitorische, Prozesshafte, das im gemeinsamen Wachsen einer Gruppe angelegt ist.
Inspiriert von der Idee des Symposions, bei dem in der griechischen Antike im Zusammenhang mit einem feierlichen Festmahl gemeinsam grundlegende Fragen der Welt diskutiert wurden, bringen die achtundzwanzig Künstlerinnen das zum Gespräch mit, was ihnen aktuell unter den Nägeln brennt. Es entsteht damit ein in sechs Kapitel gegliederter Rundgang durch ihre „Wege der Welterzeugung“ (Nelson Goodman), ein Überblick der Themen und Strategien, die in diesem Künstlerinnen- Netzwerk aktuell lebendig sind.

Programm
Donnerstag, 7. Mai
18:00 Uhr Eröffnung
18:30 Uhr Begrüßung, Uschi Niehaus (Vorstand)
Zur Geschichte des Frauenmuseum Berlin e. V.: Rachel Kohn (Vorstand)
18:45 Uhr Einführung: Dr. Almut Hüfler (Kuratorin)
18:45 Uhr WORK. NonPerformance von Jelena Fužinato
Mittwoch, 13. Mai
19:00 Uhr Panel-Talk
Zusammen wachsen. Ein Gespräch über Geschichte und aktuelle Situation von Künstlerinnen-Netzwerken.
Mit Ulrike Dornis (FMB), Christine Düwel (GEDOK Brandenburg, IGBK), Katharina Schilling (Kuratorin, SALOON Berlin) und Zuzanna Skiba (VdBK 1867)
Samstag, 16. Mai
15:00 – 17:00 Uhr Aktivierung des Gemeinschaftswerks mit Künstlerinnen und Kuratorin (Anmeldung: info@frauenmuseumberlin.de)
17:00-18:00 Uhr Finissage
Öffnungszeiten:
täglich 12-18 Uhr, Eintritt frei
Teilnehmende Künstlerinnen:
Caroline Armand
Judith Brunner
Katia Sophia Ditzler
Ulrike Dornis
Christine Falk
Caty Forden
Jelena Fužinato
Ina Geißler
Ulrike Gerst
Andrea Golla
Harriet Groß
Margret Holz
Helena Kauppila
Rachel Kohn
Verena Kyselka
Uschi Niehaus
Roswitha Paetel
Susanne Piotter
Zuzanna Schmukalla
Annette Selle
Beate Selzer
Anja Sonnenburg
Beate Spitzmüller
Marianne Stoll
Regina Weiss
Sibylla Weisweiler
Marcelina Wellmer
Anke Westermann
Mit freundlicher Unterstützung von: Kunststiftung Herpel, Gerüstbau Tisch GmbH Die Ausstellung wird gefördert aus Mitteln des Projektfonds Kulturförderung Friedrichshain-Kreuzberg

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